Spam – Lesungen in der Kulturtheke

Erektionslyrik von Dichtmaschinen?
Sie haben eine Goldmine in Südafrika gewonnen, bekommen eine Vermittlungsprovision in Höhe 2,8 Mio. Dollar für einen unfassbar lukrativen Deal oder werden von einer unbekannten mandeläugigen Schönheit wegen Ihres unvergleichlichen Charmes um ein dringendes Date gebeten? SPAM – Ein Phänomen, das jahrzehntelang, weltweit und millionenfach Menschen belästigt, bedrängt aber auch amüsiert und fasziniert. Wir lesen eine Auswahl der schönen SPAM-Nachrichten!

Lesung am 06.12.14 ab 19h in der Kulturtheke #eisfrei

Linzie Hunter, No girls laugh at me spam (Bild: http://bit.ly/1EbEr2z)

Linzie Hunter, No girls laugh at me spam (Bild: http://bit.ly/1EbEr2z)

Linzie Hunter
Die englische Illustratorin Linzie Hunter zeigt Arbeiten, die unmittelbar von den gerne absurden Texten in Spam-Mails inspiriert sind. Die kleinen Grafiken wurden über Online Netzwerke wie Flickr bekannt und verbreitet. Die bunten Kompositionen visualisieren in Pop Art Manier Schlagworte und Phrasen aus den Betreffzeilen diverser Spam-Mails. Durch die künstlerische Umsetzung werden die Inhalte aus dem Kontext der Mails gelöst und in einen neuen Bedeutungszusammenhang gestellt. Ihre Motivation für den Zugriff auf die Spam-Mails erklärt die Künstlerin wie folgt: „ I chose the Spam subject lines for two reasons — firstly that it’s a good starting point, having a wide selection of text to work with right in my mailbox … and secondly, I always found the humor in the strangely phrased, badly worded and often hilariously insulting subject lines”. Das Spezifische dieser Kunst ist somit nicht das Medium selbst, sondern ihre besondere Form der Zeitgenossenschaft, ihre inhaltliche Auseinandersetzung und die über die sozialen Medien des Web 2.0 laufende Verbreitung.

Das SPAMMUSEUM von Stefanie Reling (Quelle: www.spammuseum.de)

Das SPAMMUSEUM von Stefanie Reling (Quelle: www.spammuseum.de)

Stephanie Reling – Spammuseum
Die Stuttgarter Künstlerin Stephanie Reling betreibt seit vielen Jahren das sehenswerte SPAMMUSEUM im Netz und interagiert mit Spam in künstlerischen Umsetzungen. In der “Fortsetzungsspamgeschichte” / “sequelspamstory” zeigt sie collagierte Spambetreffzeilen / Fülltextzeilen: Die einzelnen Sätze der “SPAMSAMPLES” stammen aus jeweils unterschiedlichen Spams. Sie sind aus deren Betreffzeilen oder den Texten herauskopiert, unverändert original belassen und sinngemäß collagiert.

 

 

SPAMMUSEUM von Stefanie Reling

SPAMMUSEUM von Stefanie Reling

 

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